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Wirkungsweise

Hey, was passiert eigentlich mit uns, während wir Trommeln ??

Das wirklich faszinierende am Trommeln ist m. E. die mögliche
Veränderung auf persönlicher Ebene und in der Gruppe.


Persönlich

Auf persönlicher Ebene passiert schon einiges – Körper, Seele und
Geist werden gleichermaßen betrommelt.




Körper Trommeln ist eine intensive körperliche Erfahrung:
Finger, Hände und Arme lassen den Klang entstehen
und stehen in Relation zur Intensität der Schläge.
Zarte „Töne“ - leiser Klang; körperlicher Einsatz – es
donnert durch den Raum.

Die Reflexzonen in den Händen werden stimuliert.
Das wirkt sich u.a. auf Herz, Lunge, Magen, Nieren,
Schultern, Nebenhöhlen, Augen, Ohren und das
Lymphsystem aus.

Die Atmung vertieft sich.

Körperliche Anspannung wird aufgelöst.
Ich spüre mich durch längeres Trommeln : mir wird
warm, meine Hände sind rot, Arme und Schultern
arbeiten spürbar. Dadurch wird mir auch der Zusam-
menhang bewußt: wie laut will ich klingen – wieviel
muß ich dafür tun? Bin ich bereit, so viel zu geben,
oder spiele ich lieber zurückhaltender? (steht eng
in Verbindung zu dem, was in der Gruppe passiert).


Geist Trommeln erdet oder beruhigt.

Wir lassen unsere Stimmung und Gedanken mit in
das Trommeln einfließen – denk mal daran, wie Du
trommelst, wenn Du Dich gut fühlst, und wie, wenn
Du eher schlapp bist..

Wir lassen die Gedanken an den Alltag und Stress
im Hintergrund.

Meist verbessert sich ( dadurch ) unsere Stimmung
beim Trommeln, unser Wohlbefinden wird nachhaltig
und positiv beeinflusst.

Nach dem Tromeln fühlt man sich oft lebendiger, mehr
„da“, vielleicht voller Energie. (Ich brauche nach
dem Unterricht ungefähr zwei Stunden, bis ich an
Schlaf auch nur denken kann).

Die rechte und linke Gehirnhälfte werden synchronisiert
( „ .. äh, kommt jetzt die rechte, oder die linke Hand ? “).
Das birgt auch einen erheblichen Spassfaktor.

Trommeln verschafft uns Erfolgserlebnisse. Denn zu
Beginn fühlen wir uns oft wie der sprichwörtliche Ochse
vorm Berg – unfähig, das gehörte auf der eigenen
Trommel umzusetzen. Doch irgendwann können wir
den Rhythmus spielen – und das geht viel schneller, als
die meisten denken! Regelmäßig gemacht, kann das
sogar unseren Selbstwert anheben.


Seele Für den Bereich der Seele reicht mir der Hinweis auf
das Spielen. Wie viel Spaß macht es als Erwachsener,
mal wieder zu spielen. Nichts bewirken, oder darstellen
müssen.

Jede/r legt einfach los und spielt. Spielen wie die Kinder,
ganz versunken im Rythmus, im Moment – ich glaube,
das alleine ist für unseren Seelenanteil schon genug
Grund zur Freude!


Gruppe

In der Gruppe geht es vornehmlich um Kommunikation, denn man
trommelt ja gleichzeitig und im selben Rhythmus mit den anderen. Und
die Kommunikation im Rhythmus schaut weder auf Alter, Geschlecht,
Rasse, soziale Herkunft und dergleichen. Vielmehr wird deutlich, dass
jede/r Einzelne seinen/ihren Teil zum Ganzen beiträgt. Alle halten
sich an die „Regeln für gute Musik“, ohne Unterschied. Da kann man
natürlich auch viel reinlesen, doch in erster Linie sehe ich Trommeln im
Rhythmus als gemeinsames Tun, das einem die anderen durch Freude
näher bringt.

Vor Jahren habe ich das mal so formuliert: „Die Musik der Djembé ist
für mich zuallererst der Ausdruck an der Freude am Leben – sie bewegt,
läßt Menschen fröhlich sein und miteinander lachen. Dadurch fühlen
sie sich wieder mehr miteinander verbunden, was sie fröhlicher werden
läßt.“

Zu guter Letzt :Trommeln sprechen viele Menschen an : keine/r geht
an einer Trommel vorbei, jede/r will mal draufhauen, will mitmachen.
Und denk an den Spaß, die Gaudi, wenn einer los trommelt und
die anderen albern durch die Gegend hüpfen und einen „Regentanz“
aufführen. Das sind doch genug gute Gründe, auch mal zu trommeln,
oder?!

Also legt los, natürlich mit mir : ) !!!!!




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